AW: Zu schwer
Hallo Stephanie,
auch wenn dein Hilfe-Ruf mittlerweile eine lebhafte Diskussion ist :-D, ich möcht doch noch kurz etwas zu eurer "Problematik" beitragen. Im Grunde unterschreibe ich vor allem bei Anke, möchte aber noch ergänzen, dass es vor allem wichtig ist, dass ihr kein allzu großes Ding aus dem Thema Essen und Nicht-Essen macht. Im Grunde weißt du, was gut für Vivien / dich ist. Außerhalb des Kindergartens machst du das Angebot und wenn du sicher sein kannst, dass das Angebot aus wertvollen und sinnvollen Nahrungsmitteln besteht (siehe Anke), dann lass sie Essen. Ohne irgendwelche Ängste zu projizieren oder ihr - wenn auch nicht gewollt - das Gefühl zu vermitteln, dass Essen etwas ist, was ihr schadet oder nicht gut tut.
Ich weiß, Übergewicht bei Kindern ist ein Riesenthema. Letztendlich habe ich aber manchmal das Gefühl, dass dabei zu schnell von Diäten gesprochen wird und die individuelle Entwicklung von Kindern aus den Augen verloren wird.
Letztendlich weißt du nicht, ob Vivien nicht einfach ein schweres Kind ist und / oder eventuell in nächster Zeit wirklich nochmal einen Schub macht. Ich denke, dass man mit der ständigen Thematisierung des Themas Essen oder Bremsen einiges kaputt machen und an Essstörungen hervor rufen kann, zumal einem Kind damit schon sehr früh vermittelt wird, du bist nicht Okay so wie du bist.
Ich hab mal von einer Studie gelesen, in der einer bestimmten Anzahl von Kindern der komplette Pool an Nahrungsmitteln zur freien Verfügung / Auswahl stand, von vollwertig und gesund bis fettig und süß. Eine andere Gruppe ist strikt nach heutigem Wissen der gesunden Ernöhrung für Kinder ernährt worden. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, haben am Ende dieses Versuchs beide Gruppen sich optimal ernährt. Kinder, die zwei drei Tage viel süß gegessen haben, haben von alleine auf das Angebot von gesunden Nahrungsmitteln zurück gegriffen. Will heißen, eigentlich sind Kinder schon sehr kompetent um zu wissen was ihnen gut tut und was sie brauchen. Vorrausgesetzt, Essen spielt keine Rolle in der Erziehung, wir projeziieren unsere oft krankhaften Essgewohnheiten nicht auf das Kind und das Angebot stimmt.
Lange Rede (sorry) um letztendlich zu sagen, ich bin der Meinung: Überprüfen, wo sinnvollerere Nahrungsmittel angeboten werden können. Du machst das Angebot, und Vivi darf Essen bis sie satt ist. Und das ist mmn auch das Wichtigste: Aufhören, wenn sie satt ist und sinnvoll Essen, wenn sie Hunger hat.
Liebe Grüße
Kim
Nachtrag: Kleine Lektüre noch
http://www.fke-do.de/content.php?seite=seiten/inhalt.php&details=526